Die Kommunikationsexpertin für profitable Telefonate

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Frauenpower und Männercharme

Mittelstandsportal – August 2001

Nichts von dem, was wir im praktischen Leben wirklich brauchen lernen wir in Schule oder Universität. So z.B. auch nicht das Telefonieren. Natürlich kann jeder einen Hörer abheben, aber wer kann wirklich zielgerichtet und effizient telefonieren? Man hat halt irgendwie irgendeinen persönlichen Stil entwicklelt. Mal mehr, meist weniger erfolgreich. Training tut also not. Hier einige grundsätzliche Tipps von der Telefonexpertin Claudia Fischer:

Das Telefonierverhalten ist bis zu einem bestimmten Grad geschlechtsspezifisch. Um es zu optimieren, gelten daher für Frauen und Männer unterschiedliche Regeln.
Kräftige Männerstimmen signalisieren Seriosität und vermitteln Vertrauen; weiche Frauenstimmen beruhigen und erzeugen eine angenehme Stimmung. Was überall in der Wirtschaft ausgenutzt wird, hat Auswirkungen auch auf das Telefonierverhalten: Die Stimmen von Frauen wirken anders als die von Männern. Frauen wie Männer sollten das Positive im typischen Verhalten des anderen Geschlechts übernehmen und trainieren. Männer sollten dabei mehr mit Charme arbeiten und Frauen ihre Power einsetzen.

Konkret: Wer als Mann das Gespräch sanft steuert, erfährt mehr über Kundenwünsche, als wenn er einen Redeschwall abrupt abwürgt. Und Frauen beweisen durch Wendungen wie „Ich erledige das selbstverständlich“ Kompetenz und Handlungsstärke. Wichtig ist es dabei dennoch ganz männlich beziehungsweise weiblich zu bleiben.
Es gehe darum, voneinander zu lernen und überholte Rollenmuster zu überwinden. So „meinen viele Männer, durch ausgiebigen Smalltalk brillieren zu müssen, während Frauen oft auf eine Anmache keine angemessene Reaktion finden“. Im Training sollten daher zahlreiche praxisnahe Situationen durchgespielt werden, in denen die Wirkung bestimmter Gesprächstechniken getestet werden kann. Zu diesen Techniken gehört beispielsweise das Benutzen von „Türöffnern“: „Wer etwas über die Hobbys seines Gesprächspartners weiß oder seinen Urlaubsort kennt, hat damit zahlreiche Anknüpfungspunkte“. Sie helfen dabei, dem Gespräch eine persönliche Ebene zu verleihen.

Ebenso wichtig wie die Verbindung auf der emotionalen, individuellen Schiene sei auch der Aufbau eines zielgerichteten Dialogs. Frauen kommen häufig schneller auf den Punkt, „dürfen aber dabei nicht zu kurz angebunden sein“. Und Männer sollten auf den Charme einer Frau einsteigen, ohne dabei übertriebene Komplimente zu machen. Aufeinander eingehen, den anderen als Menschen annehmen, eine Vertrauensbasis schaffen“, sind die Leitlinien für das Telefonieren, die sowohl für Frauen als auch für Männer gelten. Einer der vielleicht wesentlichsten Strategien sei das Lächeln am Telefon, denn „wer beim Sprechen lächelt, entspannt sich, überträgt Optimismus und macht den Gesprächspartner neugierig“. Und das sei in der Summe schon mehr als „die halbe Miete auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss des Gesprächs“.

Ob Sie nun privat mit Hörkassettenkursen, in der Firma in Praxis- trainings oder bei Profis wie Frau Fischer Ihre Telefonierfertigkeiten verbessern. Nach unseren Erfahrungen verlaufen leider die meisten Telefonate eher ineffektiv bis katastrophal. Also: Training tut not.

http://www.mittelstandsportal.de/Archiv/newsletter037.html

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