Erfolg = Ehrgeiz + Emotionale Intelligenz

Emotionale Intelligenz (EQ) hilft entscheidend bei der Karriere. So belegt eine deutsch-amerikanische Studie unter Leitung des Bonner Psychologie-Professors Gerhard Blickle: Wer sich gut in die Gefühle anderer hineinversetzen kann, steigt im Beruf schneller auf. Allerdings gilt das nur, wenn diese Menschen auch besonders ehrgeizig und karriereorientiert sind. Denn die emotionale Intelligenz moderiert den beruflichen Erfolg.

Menschen mit einem feinen emotionalen Sensorium sind oft Meister in der Kunst, zwischen den Zeilen lesen: Worauf kommt es dem Chef wirklich an? Zudem kann emotionale Intelligenz im Umgang mit Vorgesetzten helfen, so manches karriereschädliche Fettnäpfchen zu umgehen.

Auch wer bereits eine Schlüsselposition innehat, profitiert von einem hohen emotionalen Einfühlungsvermögen. Denn im Job müssen sowohl Entscheidungen getroffen als auch die emotionale Reichweite dieser vorausgesehen werden. Wer diese Kunst beherrscht, ist in der Lage, seine Mitarbeiter in Veränderungsprozessen besser mitzunehmen. Hier einige einfache Tricks:

Seien Sie offen: Wenn Sie unvoreingenommen auf andere zugehen, werden Sie eine Beziehung aufbauen können. Selbst bei Kunden, die Sie als schwierig empfinden, könnten Sie dann positive Eigenschaften entdecken.

Beobachten Sie: Auch wer seine Mitmenschen beobachtet, entwickelt ein besseres Verständnis für diese. Welche Gewohnheiten haben sie? Wie arbeiten sie? Wer beispielsweise erkennt, dass der Kunde lieber montags statt freitags kontaktiert werden möchte, kann darauf Rücksicht nehmen.

Hinterfragen Sie: Konflikte entstehen oftmals dadurch, dass die Äußerung eines Mitmenschen falsch verstanden wurde. Einen Äußerung wirklich zu verstehen, bedeutet auch, zwischen den Zeilen zu lesen. Welches Bedürfnis steckt hinter dieser Aussage?

Haben Sie Verständnis: Wenn der Gesprächspartner einen versteht, wird diese Person automatisch sympathisch. Erzählt Ihnen ein Kunde beispielsweise von einem Erlebnis und Sie sagen (und empfinden) „Ich kann das sehr gut nachvollziehen“, entsteht eine Verbundenheit.