Korrekt Handyfonieren

Korrekt Handyfonieren

Wer schon immer wissen wollte, ob es ein Rezept für korrektes = erfolgreiches Telefonieren per Handy gibt… eine Umfrage des Intel-Konzerns brachte 2009 an den Tag, was Außenstehende an Handytelefonierern besonders stört:

Auf dem ersten Platz steht demnach die Unsitte vieler Autofahrer, nebenher SMS zu schreiben (das empfinden 72% der von Intel befragten Personen als störend). Platz zwei belegt mit 63% das überlaute Sprechen während des Handyfonierens (so dass Umstehende ungewollt alles mithören müssen). Insgesamt 55% stören sich an den oft delikaten, teilweise auch intimen Details, die manche Handynutzer im öffentlichen Raum ausplaudern. Und immerhin 54% empfinden es als unangebracht, wenn der Gesprächspartner bei einem persönlichen Kontakt im Sekundentakt auf sein Handy starrt…

So weit, so gut (oder schlecht) – doch gibt es auch Benimm-Tipps, die dabei helfen, ein Handy korrekt (und erfolgreich) zu verwenden?

Grundsätzlich gilt zunächst einmal für das Handy auch all das, was für das Telefonieren via Festnetz gilt – also korrekte Begrüßung, vollständigen Namen und Firmennamen nennen, Satz zur Sache… Der eigentliche Knackpunkt liegt jedoch auf einem ganz anderen Gebiet! Mir ist in letzter Zeit nämlich eines immer wieder aufgefallen – viele Menschen scheuen sich, die ihnen bekannten Handynummern von Geschäftspartnern überhaupt zu nutzen!

„Beim Handyanruf habe ich unterschwellig oft Angst zu stören“, denken sich offensichtlich viele. Deshalb an dieser Stelle mein ausdrücklicher Tipp: Denken Sie hier positiv! Meine Erfahrung zeigt: Will ein Geschäftspartner seine Ruhe, schaltet er sein Handy aus. Er selbst entscheidet somit, wann und ob er erreichbar ist.

Wenn Sie eine Handynummer bekommen haben – und zwar völlig unabhängig davon, woher diese Nummer stammt – dann steht Ihnen diese Nummer auch zur Verfügung. Die Entscheidung, dass Sie diese Nummer nutzen dürfen, hat Ihr Gegenüber bereits getroffen, indem er diese Nummer via Internet kommuniziert, an Sie oder andere Personen weitergegeben, in einer Mail, persönlich, per Brief oder per Visitenkarte übermittelt hat. Dadurch, dass er diese Option einräumt, lädt er Empfänger dieser Nummer ein, bei Bedarf davon Gebrauch zu machen! Fazit: Mit jeder direkt oder indirekt erhaltenen Handnummer haben Sie die Chance, Menschen innerhalb eines wesentlich umfassenderen Zeitfensters zu erreichen, als dies über Festnetz möglich ist. Nutzen Sie diese Chance!