Leben, um zu arbeiten? Oder arbeiten, um zu leben?

Die Einstellung ihrer Eltern zum Thema Arbeit halten sie für überholt. Feste Arbeitszeiten, starre Hierarchien, arbeiten bis zum Umfallen – für die Generation Y ist das undenkbar. Während die Menschen früher lebten, um zu arbeiten, arbeiten junge Menschen heute, um zu leben. Einfaches Funktionieren, sinnfreies Schaffen ist für sie oft schwer vorstellbar. Die Arbeit soll vor allem eines: Spaß machen. Sie wollen sich im Job selbst verwirklichen, ihre Freizeit genießen und trotzdem erfolgreich sein.

Dies bedeutet jedoch erst einmal ein Umdenken. Denn für die meisten Unternehmen ist das noch Neuland. Einige gehen langsam und mit kleinen Schritten neue Wege: Immer häufiger gestattet man den Angestellten eine gewisse Flexibilität, was Arbeitszeit und Arbeitsort anbelangt. Für wenige ist es schon selbstverständlich, dem Job vom Homeoffice aus vollwertig nachzugehen. Technisch gesehen kein Problem, die sogenannten Digital Natives sind dazu durchaus in der Lage. Sie sind mit Handy und Internet aufgewachsen und möchten Arbeitsprozesse mit den technischen Möglichkeiten einfach flüssiger und bequemer gestalten.

Aber auch kleine Neuerungen geben der jungen Generation mehr Freiheiten und Annehmlichkeiten. So hat sich zum Beispiel der Großkonzern Siemens entschieden, seine Mitarbeiter vom Festnetztelefon abzukoppeln und mit einem mobilen Gerät auszustatten. Das klingt zunächst vielleicht unerheblich, kann aber der Gesundheit der Mitarbeiter nutzen. Sportmediziner raten schließlich: Wenn man schon den ganzen Tag im Büro sitzt, sollte man doch wenigstens beim Telefonieren aufstehen und umherlaufen. Das geht natürlich auch mit einem Funk-Headset. Bei den meisten Büroangestellten verhindert das allerdings das Telefonkabel. Moderne Headsets, multifähig für Handy und Festnetz, gewähren Freiheit vom Bürostuhl und geben mehr Handlungsspielraum.

Fest steht: Inzwischen gibt es unzählige Möglichkeiten, den Mitarbeitern den Arbeitsalltag zu erleichtern. Unternehmen müssen jedoch lernen, diese zu nutzen. Und obwohl viele „Alteingesessene“ der Generation Y eher skeptisch gegenüber stehen, hat diese auch unübersehbare Stärken: Sie ist es gewohnt, mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten, sich zu vernetzen, sich zu modernisieren und neue Wege zu beschreiten. Ein Ansatz bei dem viele noch etwas lernen können.