Positive Einstimmung statt Selbstbetrug Professionelle Organisation und Zeitmanagement beim Telefonieren

Positive Einstimmung statt Selbstbetrug Professionelle Organisation und Zeitmanagement beim Telefonieren

Versicherungsvertrieb Heft 2/2006 – Februar 2006

Heute nicht in Stimmung, morgen zu viel zu tun und übermorgen beschließen, doch lieber eine E-Mail zu schreiben. So oder ähnlich laufen Strategien zur Vermeidung von Telefonaten ab. „Das ist purer Selbstbetrug“: weiß Claudia Fischet; Spezialistin für telefonische Kommunikation, Telefonverkauf und -akquisition aus Unterhaching bei München.

Aufschieben sei nie eine Lösung und wer eine negative Grundeinstellung habe, für den könne Telefonieren zum echten Horror werden. Leider würden sich 90 Prozent aller Menschen genau damit abfinden, weil sie ihr Schicksal dem Zufall überließen. Mit positiver Eigenkonditionierung, professioneller Vorbereitung und klugem Zeitmanagement machten dagegen selbst schwierige Telefonate Spaß.

„Machen Sie Schluss mit negativen Glaubensmustern!“, fordert Claudia Fischer ihre Trainingsteilnehmer auf. Jeder könne Verhaltensweisen einüben, die Ängste abbauen und Optimismus schüren. „Festgelegte Routinen geben Selbstsicherheit und tragen dazu bei,Anlaufschwierigkeiten und Hemmungen abzubauen. Darin liegt das Geheimnis der 10 Prozent, die selbst bestimmte Wege gehen. Ihre Tipps zur Eigenkonditionierung hat Claudia Fischer in einer Checkliste zusammengefasst:

So konditionieren Sie sich auf Erfolg!

  • Arbeiten Sie im Vorfeld eines Telefonats Konzepte und Routinen für unterschiedliche Arten von Gesprächen aus.
  • Entwickeln Sie schriftliche Telefonleitfaden mit zu Ihrer Persönlichkeit passenden Formulierungen. Das schützt vor Black-outs während des Gesprächs
  • Planen Sie wichtige Telefonate fest in Ihren Tagesablauf ein.
  • Bündeln Sie Gespräche mit gleicher oder ähnlicher Zielsetzung. Die zunehmende Vertrautheit mit dem Thema schafft Rouri ne und gibt Sicherheit.
  • Analysieren Sie vor dem Gespräch die eigene Laune und die Gesamtsituation kritisch. Gereiztheit oder Stress sind Faktoren, die ein Gespräch negativ beeinflussen können.
  • Gestehen Sie sich Vermeidungsstrategien ein und unterbinden Sie diese gezielt.
  • Schlechte Stimmung lässt sich selten auf Knopfdruck abschalten. Zelebrieren Sie im Notfall eine zeitlich begrenzte „Selbstmitleidsparty“ und lassen Sie den negativen Gefühlen für 5 bis 10 Minuten freien Lauf – danach ist Schluss damit. Unterstützen Sie ihren Stimmungsumschwung durch ein lautes „Stopp, jetzt reichts!“
  • Durchbrechen Sie die Lethargie: Zum Beispiel indem Sie kurz den Raum verlassen oder einmal rings um den Schreibtisch gehen. Danach starten Sie bewusst neu durch -mit frischer Kraft und Motivation.
  • Bekämpfen Sie den inneren Schweinehund. Erinnerungen an positive Erlebnisse tragen dazu bei, negative Denkmuster zu überwinden.
  • Gestalten Sie um sich herum eine motivierende Atmosphäre -Blumen oder Fotos der Lieben können da schon viel bewirken.
  • Prüfen Sie, ob Sie sich ausreichend vorbereitet haben! Sie sollten wissen, welcher Branche der anzurufende Kunde angehört und welche Positionen sowie Entscheidungskompetenzen Ihre Ansprechpartner haben.
  • Setzen Sie sich klare Ziele, die Sie durch ein Gespräch erreichen möchten.
  • Bewerten Sie Ihre Einstellung zum Gespräch und zum Gesprächspartner! Sie sollte unbedingt positiv sein, um Erfolg zu gewährleisten.
  • Ziehen Sie Ihren Ziel- und Zeitplan en bloc durch und lassen Sie sich nicht durch Störfaktoren von außen ablenken.
  • Sammeln Sie Erfolgserlebnisse in einer persönlichen Statistik. Das ist die ideale Basis für die mentale Vorbereitung auf die nächste Telefonaktion.
  • Belohnen Sie sich nach getaner Arbeit – aber wirklich erst danach. Das wirkt motivierend und Sie bestätigen sich damit selbst Ihren Erfolg.